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Mobilgeschäft auf Milliardenkurs

Die Marktforscher bleiben dabei: Das größte Wachstum im Musikgeschäft wird in den kommenden Jahren über den mobilen Vertrieb erzielt werden. Mit dem Verkauf von Musikinhalten auf mobilen Plattformen werde die Branche im Jahr 2011 mehr als 13 Mrd. Dollar umsetzen, prognostiziert Informa Telecoms & Media.

Die Marktforscher bleiben dabei: Das größte Wachstum im Musikgeschäft wird in den kommenden Jahren über den mobilen Vertrieb erzielt werden. Mit dem Verkauf von Musikinhalten auf mobilen Plattformen werde die Branche im Jahr 2011 weltweit mehr als 13 Mrd. Dollar umsetzen, prognostiziert eine Studie von Informa Telecoms & Media. Der Löwenanteil des Geschäfts wird auch in fünf Jahren noch mit Klingeltönen gemacht werden, doch Ringbacktones, Full-Track-Downloads und Streamingdienste werden wachsende Umsatzanteile verbuchen können.

Der wichtigste Markt für Mobilmusik wird Asien bleiben, wo allein in diesem Jahr 56 Prozent der Umsätze gemacht werden. Innerhalb Asiens ist Japan mit derzeit fast der Hälfte des Marktvolumens dominant, doch bis Ende 2011 wird China merklich aufholen, der gesamten Region einen zusätzlichen Schub geben und dann für ein Viertel aller Mobilmusikverkäufe in Asien verantwortlich sein. Damit werde das Musikgeschäft übers Handy zu einem immer schlagkräftigeren Mitbewerber für das von iTunes dominierte Computerdownloadgeschäft, erklärte Informa-Analystin Nicky Walton. Von einem Verdrängungswettbewerb zwischen Musikhandys und iPods könne jedoch keine Rede sein, beide Konzepte würden parallel weiter wachsen.

Dennoch bahnt sich im Hardwarebereich ein Machtwechsel an: Schon im Jahr 2009 wird es laut Jupiter Research mehr MP3-fähige Handys im Markt geben als reine Digitalplayer. Dieser Umstand werde jedoch nicht zwingend dazu führen, dass alle Besitzer eines Musikhandys dieses auch als ihr bevorzugtes Wiedergabegerät nutzen werden, meint Jupiter-Analyst Michael Gartenberg. Dafür gebe es noch zu viele technologische Hürden.

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