Recorded & Publishing

Mobilfunker planen Motorola-Boykott

Mobilfunkbetreiber könnten sich durch die Kooperation von Apple und Motorola beim Verkauf mobiler Musikdownloads umgangen fühlen.

Die Kooperation von Apple und Motorola, die Apples iTunes aufs Handy bringt, könnte bei den Mobilfunkbetreibern auf wenig Gegenliebe stoßen. Branchenkenner gehen davon aus, dass die Netzbetreiber die Partnerschaft boykottieren könnten, da sie sich beim Verkauf mobiler Musik ausgebootet sehen. Jupiter-Analyst Ian Fogg erklärte gegenüber „Forbes.com“: „Der Deal zwischen Apple und Motorola impliziert, das Internetverbindungen besser geeignet sind, Musikdownloads in guter Qualität zu liefern als mobile Netzwerke. Das bedeutet, dass Mobilfunkbetreiber, die auf Profite durch mobile Musikdownloads hoffen, durch PC-basierte Services wie iTunes umgangen werden.“ Auch John Strand, CEO der auf den mobilen Markt spezialisierten Unternehmensberatung Strand Consult, glaubt nicht, das die Netzwerkbetreiber Motorola unterstützen werden: „Es ist ein Fehler, die mobile Wertschöpfungskette so zu umgehen, dass Content-Anbieter Geld verdienen und die Mobilfunkbetreiber leer ausgehen.“ Sollten die Analysten Recht behalten, könne es für Motorola schwierig werden, Abnehmer für die mit iTunes ausgerüsteten Endgeräte zu finden, die Anfang 2005 auf den Markt kommen sollen, mutmaßt „Forbes com“.

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