Recorded & Publishing

Mobile Music macht Majors munter

Wachstumsraten im mobilen Sektor sorgen für Aufbruchstimmung bei den Musikkonzernen.

Der Anteil an Musikverwertung über mobile Telefonnetze am Gesamtumsatz ist nach wie vor relativ gering: Bei BMG Deutschland GmbH etwa soll er zwischen einem und zwei Prozent liegen. „Also ist das noch nicht das Rettungsboot für die Titanic Musikbranche“, wie BMG-Senior Vice President TV-Marketing & New Business Ulrich Järkel am Dienstag bei einem Branchentreff in München formulierte. Doch die Wachtumsraten in diesem Segment rütteln die Majors aus ihren Depressionen. So haben sich bei BMG seit dem ersten Vertragsabschluss über Real Tones mit Mobilfunkbetreiber Vodafone D2 im vergangenen Jahr die Umsätze verzehnfacht. Noch in diesem Jahr rechnet der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft mit 4,5 Millionen Euro Umsatz bei mobiler Musikverwertung, im kommenden Jahr sollen es bereits 60 Millionen sein. Und für 2006 peilt die Phonowirtschaft bereits eine Marke von 150 Millionen Euro an. „Das ist vor allem ein nicht zu unterschätzender psychologischer Effekt, der sich da bei uns im ganzen Haus verbreitet“, erläuterte Järkel den Stimmungswechsel bei BMG. Ob Mono oder polyphon, Klingelton, Real Tone oder Ring-up-Tone – ein Ende weiterer Diversifizierung des Geschäfts scheint noch nicht in Sicht. So verrieten Stefan Schulz von Universal Mobile und Tina Rodriguez von Sony Music Entertainment (Germany), woran die Unternehmen derzeit arbeiten: Musikvideos werden demnach ebenso stärker in den Fokus genommen wie beispielsweise Ansagetexte von Vertragskünstlern. Mehr Prognosen, weitere Fakten und Informationen zur Sparte Mobile werden übrigens beim Mobile Entertainment Meeting am 15. September in München präsentiert.

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