Das Marktforschungsinstitut IDC hat eine Studie zu westeuropäischen Mobil-Angeboten (Western European Consumer Mobile Data Applications) veröffentlicht. Demnach werden Anwendungen wie Spiele, Video, Klingeltöne und Musik die Akzeptanz der nächsten Mobilfunkgeneration durch die Konsumenten beschleunigen. Bei den Mobilfunkbetreibern generiert der Bereich Mobile Entertainment bald den höchsten Umsatz. Dabei wird es aber keine „Killer-Anwendung“ geben, sondern der Markt setzt sich auch künftig aus einem Mix aus unterschiedlichen Angeboten von Spielen über Video und Musik zusammen. Musik, so das Ergebnis der Studie, wird den Weg ins mobile Segment genauso finden wie alle anderen Anwendungen, es wird nur etwas länger dauern. Die Studie wirft die Frage auf, warum es trotz der großen Nachfrage nach Klingeltönen bisher nicht schon mehr mobile Musikservice-Angebote gibt. Zudem prognostiziert IDC ein weiteres Anwachsen des Klingeltongeschäfts, das sich allerdings von SMS auf WAP verlagern wird. Paolo Pescatore, IDC-Senior Analyst, stellt fest, dass es für die Mobilfunkbetreiber jetzt darum gehe, mobile Inhalte zu verkaufen und zu vermarkten: „Die Anbieter müssen sich vor allem den richtigen Preis und das richtige Preismodell für Ihre Inhalte überlegen. Es gibt viele Möglichkeiten von Abonnement-Modellen bis zu Einzelpreisen.“ Eine andere Frage sei die technische Ausgereiftheit der Mobiltelefone und der GPRS-Netze, deren Kapazitäten für sehr große Datenmengen ausreichen müssten. IDC schätzt, dass die gesamte Mobile-Entertainment-Branche bis 2008 knapp acht Mrd. Dollar schwer sein wird.
Mobile Daten als Umsatztreiber
Das Marktforschungsinstitut IDC hat eine Studie zu westeuropäischen Mobil-Angeboten veröffentlicht, derzufolge mobile Inhalte eine immer wichtigere Rolle für den Gesamtumsatz der Mobilfunkbetreiber spielen werden. Auch Musikinhalte werden sich langfristig durchsetzen.





