Die britische Firma Ministry of Sound (MoS), zu der neben dem gleichnamigen Label auch eine Reihe von Großclubs gehört, verkauft inzwischen auch Downloads unter eigenem Etikett. Dabei reiht sich der MoS-Shop in die wachsende Riege derer ein, die auf digitale Kopiersperren kategorisch verzichten.
Unter www.MoSdownload.com finden Dance-Fans seit dem 3. Oktober rund 60.000 Titel im offenen MP3-Format, die sich auf allen gängigen Playern verwenden lassen. In den kommenden Wochen wird der Katalog zunächst auf mehr als 75.000 Songs aufgestockt, wobei es neben den eigenen Labels MoS, Hed Kandi und Enterprise Records sowie anderen 2500 Dance-Labels wie Defected, Spiel-Zeug Schallplatten, Azuli oder Renaissance wohl kaum Repertoire von Majorfirmen geben wird.
MoS-Geschäftsführer Lohan Presencer beharrt darauf, dass die im Shop erhältliche Ware ohne Kopierschutz verkauft werden muss. „DRM verstehe ich nicht. Wenn man keine ungeschützte Musik in Umlauf bringen will, dann darf man auch keine CDs mehr herstellen. Die führen DRM nämlich ad absurdum.“
Durchschnittlich verlangt der MoS-Shop 99 Pence pro Download, wobei der tatsächliche Preis pro Track deutlich variieren kann und dabei unter anderem von der Tonqualität abhängt. So kann ein Song in der Komprimierungsrate 192 kBit/s z.B. 1,25 Pfund kosten. Wer den gleichen Titel in der Auflösung 320 kBit/s will, zahlt 1,50 Pfund. Es gibt die Dance-Tracks aber auch im Paket: Download-Compilations sind ab 7,99 Pfund erhältlich und orientieren sich an den aus dem CD-Geschäft bekannten Marken wie „Clubbers Guide“, „The Chillout Sessions“ oder „Euphoria“.





