Recorded & Publishing

Millionenkapital für Second-Hand-Händler

Ein kalifornisches Start-up, das den Second-Hand-Handel von Musik in ein US-weites Geschäft verwandeln will, hat von Investoren kürzlich neun Mio. Dollar Startkapital erhalten. Lala.com nimmt in diesen Tagen den Testbetrieb auf und will ab Sommer ein Netflix für CDs werden.

Ein kalifornisches Start-up, das den Second-Hand-Handel von Musik in ein US-weites Geschäft verwandeln will, hat von Investoren kürzlich neun Mio. Dollar Startkapital erhalten. Lala.com nimmt in diesen Tagen den Testbetrieb auf und will ab Sommer eine Art Netflix für CDs werden. Das Unternehmen tritt dabei vorerst nicht selbst als Händler auf, sondern ermöglicht jedermann, seine eigenen CDs an Interessierte für die Gebühr von einem Dollar zuzüglich 49 Cents Porto zu verkaufen.

Diese kommerzielle Tauschbörse für Tonträger soll nach Angaben von Gründer Bill Nguyen völlig legal sein und eine Klausel des U.S. Copyright Act nutzen, die die Weitergabe einer CD an Dritte erlaubt. Dennoch will Lala.com 20 Prozent seiner Umsätze an die Urheber abführen. Neben dem Marktplatz für Gebrauchtware will Lala.com mittelfristig auch neue CDs an seine User verkaufen.

Auch Albumdownloads sollen das Angebot demnächst ergänzen. Verhandlungen mit den Plattenfirmen liefen noch, erklärte Nguyen. Als Finanziers von Lala.com fungieren die Beteiligungsfirmen Bain Capital Ventures und Ignition Partners.