“Unsere aktuellen Prognosen für das Musikverlagswesen zeigen einen Markt, der kräftig wächst und breiter aufgestellt ist als der der Plattenlabels“, fasst Mark Mulligan als Managing Director von Midia Research die aktuellen Hochrechnungen des britischen Marktforschungsunternehmens zusammen. Streaming sei dabei nur ein Bestandteil „eines vielfältigen Mixes an Einnahmequellen“, meint Mulligan bei der Präsentation des Berichts „Midia Research 2026–2033 Global Music Publishing Forecasts“.
Auch für die kommenden Jahre rechnet der Midia-Marktforscher mit weiteren Zuwächsen bei den Einnahmen der Musikverlage: „Die Wachstumsaussichten für den Musikverlagsmarkt sind weiterhin hervorragend – in der nächsten Phase wird sich aktive Wertschöpfung auszahlen.“ Das bedeutet, dass Verlage sich Anteile an den Einnahmen aus der Vermarktung von Musik über neue Nutzungsformen sichern und einen größeren Teil von bereits heute generierten Werten für sich beanspruchen müssten – und das in einem Marktumfeld, das „zunehmend global, fragmentiert und komplex“ sei.
Die Einnahmen der Musikverlage im Jahr 2025 taxiert Midia bei einem Umsatzplus von 9,6 Prozent auf 12,2 Milliarden Dollar oder umgerechnet gut 10,7 Milliarden Euro. Dabei seien die Verlage der Musikmajors dynamischer gewachsen als die unabhängigen Unternehmen. Der Major-Marktanteil kletterte demnach von noch 53,4 Prozent im Jahr 2024 auf nunmehr 54,7 Prozent im Jahr 2025. Als weltweiter Marktführer habe allein Sony Music Publishing seinen Marktanteil um fast einen Prozentpunkt ausbauen können.
Für die kommenden Jahre bis 2033 prognostiziert das Midia-Team eine weiter wachsende Bedeutung des Katalogbereichs, und einen weiter steigenden Anteil des Streamings an den Einnahmen aus Musikverlagsrechten.
„Während alle über Streaming sprechen, liegt die wahre Stärke des Musikverlagswesens in der breiten Diversifizierung seiner Einnahmebasis“, meint Leon Farrell, der als Senior Music Analyst bei Midia Research fungiert. „Mit Blick auf die Zukunft wird es nicht mehr ausreichen, lediglich Standard-Lizenzgebühren zu vereinnahmen. Als Gewinner werden jene Verlage hervorgehen, die aktiv um einen größeren Anteil an der Wertschöpfung bei neuen Technologien wie KI kämpfen.“
Die jüngsten Hochrechnungen zum Recorded-Musikmarkt hatte Midia Research erst im Sommer vorgestellt.






