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Microsoft: Streifschuss im Player-Krieg

Microsoft muss möglicherweise in Zukunft auf den standardmäßigen Einbau seines Windows Media Players in seine Betriebssysteme verzichten – zumindest in Europa.

Microsoft muss möglicherweise in Zukunft auf den standardmäßigen Einbau seines Windows Media Players in seine Betriebssysteme verzichten. Die europäischen Kartellbehörden prüfen derzeit, ob der Software-Hersteller mit der festen Integration des Media Players in das Windows-Betriebssystem gegen Wettbewerbsrecht verstößt, und wollen ihre Entscheidung noch im März bekanntgeben. Sollte diese zu Ungunsten von Mircosoft ausfallen, müsste der Konzern entweder den Media Player aus Windows entfernen, oder standardmäßig auch Konkurrenz-Produkte wie den Real-One-Player oder den Quick-Time-Player einbauen. Beide Möglichkeiten seien technisch äußerst schwierig, hieß es bereits vorab von Microsoft-Seite. Der Media Player könne nicht ohne weiteres entfernt werden, ohne dass dadurch die Windows-Leistung beeinträchtigt würde. Der Einbau von Konkurrenz-Produkten könne indes Sicherheitsprobleme hervorrufen. Als weiteren kartellrechtlich bedenklichen Punkt untersucht die Behörde die spärlichen Informationen, die Microsoft bisher über seine Server-Software preisgab, und die es anderen Serverfirmen erschweren, mit Windows kompatible Produkte zu erstellen.