Recorded & Publishing

Michow verlässt den DMR

IDKV-Präsident Jens Michow gibt mit Wirkung zum 31. August sein Amt als Vizepräsident des Deutschen Musikrats (DMR) ab. Seine Vorstellung von Verbands- und Teamarbeit habe sich nicht mehr mit der Arbeitsweise seiner Präsidiumskollegen gedeckt.

IDKV-Präsident Jens Michow gibt mit Wirkung zum 31. August sein Amt als Vizepräsident des Deutschen Musikrats (DMR) ab. Seine Vorstellung von Verbands- und Teamarbeit habe sich nicht mehr mit der Arbeitsweise seiner Präsidiumskollegen gedeckt. Außerdem, so Michow, müsse man für ehrenamtliche Tätigkeit „brennen“, ansonsten sei es besser, aufzuhören. Er sei rückblickend stolz auf den von ihm verantworteten Relaunch der Zeitschrift „Musikforum“, den er als Chefredakteur drei Ausgaben lang betreute. Michow hatte außerdem den Nachrichtendienst „DMRintern“ aus der Taufe gehoben. Beide Tätigkeiten hätten „unglaublich viel Zeit und Engagement“ erfordert. „Ich freue mich, dass es mir gelungen ist, das zentrale Vorhaben des neuen DMR und seines Vorstandes, sich mehr im Bereich der Pop-/und Rockmusik zu engagieren, wenigstens anssatzweise durch Aktivitäten wie die Anteilseignerschaft bei German Sounds oder die erstmalige Präsenz des DMR auf der Popkomm zu realisieren. Nicht akzeptabel war für mich, dass im übrigen auf diesem Gebiet zu gut wie gar nichts geschehen ist“, erklärte Michow im Gespräch mit musikwoche. Er werde sich jetzt wieder verstärkt seinen Aufgaben beim IDKV widmen. So erscheine im September die nächste IDKV-Studie zum Verhalten von Konzert- und Veranstaltungsbesuchern. Für das nächste Jahr sei die Verleihung des Deutschen Live-Award geplant. Der IDKV entwickle sich nach Aussage Michows derzeit zum Dachverband der Verbände der Veranstaltungswirtschaft. Die satzungsmäßigen Voraussetzungen dazu sollen anlässlich der bevorstehenden Mitgliederversammlung am 27./28. September in Berlin geschaffen werden.