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Messier entschärft aufgeheizte Stimmung und bleibt im Amt: Universal Music im Minus

Vivendi Universal (VU) erzielte im ersten Quartal 2002 im Geschäftsbereich Media & Communications mit 7,1 Milliarden Euro ein zwölfprozentiges Umsatzplus. Dagegen verbuchte die Musiksparte des Konzerns .

Das EBITDA von VU lag bei 1,17 Milliarden Euro – ein Zuwachs von 16 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 27 Prozent auf 436 Millionen Euro. Der Umsatz der Universal Music Group (UMG) sank indes um sechs Prozent auf 1,36 Milliarden Euro, das EBITDA ging um 24 Prozent auf 137 Millionen Euro zurück. Der operative Gewinn brach um 61 Prozent ein. Nach 69 Millionen Euro im ersten Quartal 2001 beträgt er in diesem Jahr nur noch 27 Millionen Euro. Die negative Bilanz der UMG ist derzeit nicht das einzige Problem von VU-Vorstandschef Jean-Marie Messier, der wegen sinkender Aktienkurse, steigender Schulden und umstrittener Personalentscheidungen bei Canal Plus . Auf der Hauptversammlung am 24. April konnte Messier die befürchtete Entmachtung jedoch abwenden. Ein Treffen mit den Beschäftigten von Canal Plus und Zusicherungen an die französische Medienaufsicht sorgten für Entspannung. Zudem versicherte Messier den Kleinaktionären, er werde auf eine umstrittene Aktienoption verzichten, falls der Kurs der VU-Aktie bis September nicht auf 60 Euro klettert. Die Finanzmärkte und Großaktionäre beruhigte er durch den kurzfristigen Verkauf der Fachpressesparte.