Recorded & Publishing

Mehr Zuschauer bei Rock am Ring und Rock im Park

Zu den beiden von Marek Lieberberg veranstalteten Festivals Rock am Ring und Rock im Park kamen insgesamt rund 130.000 Besucher – 15.000 mehr als im Vorjahr. Zu den Höhepunkten zählten Metallica.

Zu den beiden von der Marek Lieberberg Konzertagentur veranstalteten Festivals Rock am Ring und Rock im Park kamen insgesamt rund 130.000 Besucher. Das sind 15.000 mehr als im Jahr zuvor. Damit konnte, wie bereits im Vorjahr, erneut ein Zuwachs bei den Ticketverkäufen verbucht werden.

Am Nürburgring zählten die Veranstalter an den drei Festivaltagen etwa 83.000 Menschen. 2005 waren 70.000 Menschen in die Eifel gekommen. In Nürnberg sollen es dieses Jahr knapp 50.000 gewesen sein, etwa fünf Prozent mehr als im Vorjahr.

Wegen der anstehenden Fußballweltmeisterschaft konnte das Festival in Nürnberg nicht an gewohnter Stelle rund um das Frankenstadion stattfinden. Festivalleiter Norbert Link von Argo zeigte sich dennoch „mit der Geländesituation sehr zufrieden“. Für 2007 sei man aber trotzdem sehr interessiert, an die alten Veranstaltungsorte zurückzukehren, man benötige dafür aber eine feste Zusicherung der Stadt Nürnberg.

Sorgen machen den Veranstaltern die gestiegenen Kosten. Sowohl für das Engagement der Künstler wie für die Entsorgung musste 2006 tiefer in die Tasche gegriffen werden. Bei den Transporten zwischen Nürburgring und Nürnberg schlugen zudem hohe Kraftstoffpreise und Mautgebühren zu Buche. Deshalb werde voraussichtlich in Nürnberg die schwarze Null nicht ganz erreicht, erfuhr MusikWoche im Gespräch mit dem örtlichen Veranstalter Argo Konzerte.

Veranstalter Marek Lieberberg zog am Ring ebenfalls ein sehr positives Fazit: „Ich glaube, die Mischung hat gestimmt.“ Und sein Sohn Andre Lieberberg ergänzte: „Wir sind sehr zufrieden. Das Festival war sehr friedlich und sehr stimmungsvoll.“

Zu den musikalischen Höhepunkten der Festivals zählten unter anderem Depeche Mode, Tool und Metallica. Der Auftritt der amerikanischen Metal-Band sei „kaum zu überbieten“ gewesen, lobte Marek Lieberberg. Zum 20-jährigen Jubiläum von „Master Of Puppets“ spielte die Band alle Songs des klassischen Metal-Albums von 1986. Für eine Überraschung sorgten auch Nelly Furtado und Sänger Rea von Reamonn, die sich bei ihren Auftritten gegenseitig auf der Bühne besuchten. Einen kuriosen Moment lieferte Pete Doherty von den Babyshambles, der in Nürnberg den Refrain des „Schnappi“-Liedes anstimmte. Hymnisch gefeiert wurde der Auftritt von Morrissey. Und auch die in beiden am Ring und im Park erstmals aufgestellte DJ-Zelte, die Kooperationspartner Coca Cola betreute, wurden sehr gut angenommen.

Mehr zum Thema