Die 18. Ausgabe des DJ Meetings, die am 8. Mai erstmals in Dortmund über die Bühne ging, verzeichnete ein Plus an Fachbesuchern. So seien etwas mehr als die 700 Gäste im Vorjahr aus diesem Bereich gekommen, teilt Caba Kroll, Geschäftsführer der veranstaltenden Agentur Al2gether, mit. Allerdings zählten dazu auch erstmals die sogenannten Private DJs, nachdem in den vergangenen Jahren neben den Branchenbesuchern nur fest angestellte Resident DJs Zutritt zu den Messeräumen erhielten.
Zwar ging die Gesamtbesucherzahl von 3500 auf 2500 zurück, und auch die Zahl der Gäste, die nach der Öffnung für das allgemeine Publikum nach 20 Uhr in die Dikothek Prisma gekommen sei, liege in diesem Jahr deutlich unter dem Vorjahresniveau. Dennoch zieht Kroll ein posives Fazit: „Entscheidend ist für mich, dass die Fachbesucher, also Branchenvertreter, DJs und Aussteller, zufrieden sind. Hier sind alle mit der neuen Location sehr zufrieden, die durchweg positiv aufgenommen wurde. Das gibt mir Mut für die nächsten Jahre.“ Intensiv sei auch die neue Business Area genutzt worden, in der sich die Fachbesucher für Gespräche zurückziehen konnten.
Das Einzugsgebiet liege jetzt bei 300 bis 400 Kilometer und erstrecke sich über ganz Nordrhein-Westfalen und die angrenzenden Bundesländer. Aber auch aus Holland, Polen und Rumänien seien Teilnehmer angereist. Diese Ergebnisse hätten Kroll darin bestärkt, an dem DJ Meeting Ost, das im Oktober in Stollberg erstmals stattfindet, festzuhalten.
Gut angenommen wurden auch die beiden Diskussionsveranstaltungen, die von MusikWoche präsentiert wurden. In seiner Keynote Speech kritisierte DJ Sammy mit heftigen Worten die „Angst der deutschen A&R Manager“, die sich innovativen Projekten verschließen würden. Auch sei die Selbstzerfleischung zwischen vermeintlichem Kommerz- und Underground in der Dance-Szene noch immer die Regel, sagte der Künstler, der auf dem Meeting bekannt gab, dass er einen neuen Vertrag bei Ministry of Sound Germany unterschrieben habe. Anschließend diskutierten unter der Moderation von MusikWoche-Redakteur Dietmar Schwenger u. a. Jörg Böhm (Plattenmann.de), Niels von Geyer (Ministry Of Sound), Dirk Weiß (DJ Propaganda) und Stefan Dabruck (Superstar Entertainment) über den Wandel der DJ.Promotion angesichts der fortschreitenden Digitalisierung.






