Das Mobile Entertainment Forum (MEF) appelliert an die beteiligten Branchen, endlich ein offenes und interoperables DRM-System für mobile Inhalteplattformen einzusetzen. Allein in diesem Jahr entstünden dem europäischen Mobile-Entertainment-Sektor Verluste von 3,5 Mrd. Euro aufgrund des fehlenden DRM-Standards. 2,7 Mrd. Euro davon gingen auf das Konto von illegal erzeugten Handy-Inhalten.
Das MEF stützt sich dabei auf eine Studie von Frost & Sullivan, die herausgefunden hat, dass gegenwärtig rund 80 Prozent aller Medieninhalte auf Handys entweder gehackt, illegal aus dem Internet besorgt oder per Bluetooth oder Memory-Cards von Dritten erworben wurden. Weitere 800 Mio. Euro gingen der mobilen Branche verloren, weil legal angebotene Inhalte abseits des Handys nicht mit anderen Technologieplattformen wie dem Computer oder dem MP3-Player kompatibel sind. Diese Umsatzeinbußen, die das MEF ausschließlich mit einem fehlenden DRM-Standard in Verbindung bringt, betrügen mehr als die Hälfte der Einnahmen der gesamten Mobile-Entertaiment-Industrie in Europa.
Die Branche dürfe Konsumenten nicht mit lästigen technologischen Einschränkungen oder proprietären Kopierschutzlösungen das Einkaufserlebnis verderben und damit die Entwicklung des gesamten mobilen Marktes gefährden, erklärte MEF-Chairman Patrick Parodi.





