Der Entertainmentkonzern Mean Fiddler kritisiert die Pläne der britischen Regierung, u.a. bei Open-Air-Konzerten eine erweiterte Gesundheits- und Sicherheitsabgabe zu verlangen. Das Ministerium für Kultur, Medien und Sport will „Health and Safety“-Untersuchungen auf Outdoor-Events und anderen Veranstaltungen durchführen lassen, zu denen mehr als 6000 Besucher erwartet werden. Die Kosten der Untersuchungen sollen durch eine Lizenzgebühr, die die Veranstalter an örtliche Behörden zahlen, getragen werden. Laut britischer Medienberichte variiert die Höhe der Abgaben je nach Größe der Veranstaltung zwischen 5000 und 50.000 Pfund. Bisher zahlen die Veranstalter eine Gebühr, die jedoch in den verschiedenen Regionen des Landes sehr unterschiedlich ausfällt.
Mean Fiddlers Managing Director Melvin Benn klagt in einem Interview mit der BBC: „Auf dem Kontinent unterstützt man mit öffentlichen Mitteln Veranstaltungen. In Großbritannien hingegen finden Festivals statt, obwohl die Regierung und die örtlichen Behörden gegen die Veranstaltungen arbeiten.“ Benn zufolge wären bei der Einführung der Gebühr alle Mean-Fiddler-Events betroffen, allerdings nicht gefährdet. Eine Sprecherin des zuständigen Ministeriums erklärte, die Gebühr sei keine „Steuer auf Spaß“. Andererseits wolle man die Sicherheit der Besucher gewährleisten und sei dazu auf die Mitarbeit der Veranstalter angewiesen.






