Mit MCA Records soll eines der traditionsreichsten amerikanischen Labels US-Medienberichten zufolge noch im Laufe dieses Jahres eingestellt werden. Nach Informationen des Entertainment-Branchenblattes „The Hollywood Reporter“ soll der Name MCA in Kürze nicht mehr existieren und dafür Geffen Records die Mehrzahl der Mitarbeiter sowie einen Teil der bei MCA unter Vertrag stehenden Künstler übernehmen. Günde dafür seien sinkende Verkaufszahlen und ein stetiger Prestigeverlust des Labels. Der Traditionsname der 1924 ursprünglich als Talentagentur gegründeten Firma MCA habe sich zudem durch Übernahmen und Fusionen abgenutzt. So folgte auf die Akquise der Film- und Musik-Company MCA Inc. durch Seagram 1995 die Umbennennung der MCA Music Entertainment Group in Universal Music Group, 1999 wurde auch MCA Music Publishing zu Universal Music Publishing. Nach Rücktritt von President Jay Boberg im Januar dieses Jahres führt Craig Lambert als Interimschef die Geschäfte von MCA Records, steht dabei aber unter Aufsicht von Jimmy Iovine, Chairman on Interscope Geffen A&M. Der plant nun offenbar im Verbund mit Geffen-Päsident Jordan Schur mit der Übernahme von MCA die Restauration von Geffen Records, der einstigen Heimat von Nirvana oder Guns N’Roses, als Full-Service-Label. Einige Künstler des MCA-Rosters könnten wohl auch zu Interscope gehen. Zum Künstlerstamm von MCA zählen Mary J. Blige, Blink-182, Live, die A* Teens und Shaggy. Letzterer hatte 2001 mit „Hot Shot“ das weltweit meistverkaufte Album geliefert, der Flop des Nachfolgers „Lucky Day“ gilt indes als maßgeblicher Faktor für den Niedergang von MCA.
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