Die angeschlagene österreichische Handelskette Libro will allen Mitarbeitern kündigen. Ein erneuter Konkurs sei wohl nicht mehr abzuwenden, hieß es. Der ORF meldet, dass insgesamt 2380 Libro- und Amadeus-Angestellte beim Frühwarnsystem des österreichischen Arbeitsamts zur Kündigung angemeldet wurden. Diese Kündigungen könnten dann bereits im Juli erfolgen, wenn bis dahin kein Investor für das Unternehmen mit seinen über 300 Filialen gefunden wird. Stichtag hierfür wäre Donnerstag, der 6. Juni. Aus Bankenkreisen hieß es, dass zumindest Interesse an einer Übernahme der Libro-Tochter Amadeus bestehe, die Herauslösung aus der AG aber bis dahin rechtlich nicht machbar sei. Der Schuldenstand von Libro beläuft sich derzeit auf rund 350 Millionen Euro, plus Schadensersatzansprüchen aus Mietverträgen. Die Mindestsumme, die ein neuer Investor mitbringen müsste, liegt bei etwa 50 Millionen Euro. Damit könnten die nächste Ausgleichsquote (11,4 Millionen Euro), Urlaubsgelder und Lieferantenverbindlichkeiten bezahlt werden.
Massenentlassungen drohen – Libro vor dem endgültigen Aus?
Die angeschlagene österreichische Handelskette Libro will allen Mitarbeitern kündigen. Ein erneuter Konkurs sei wohl nicht mehr abzuwenden, hieß es.





