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Marktforscher: Umsatzminus in Phonoindustrie nur einstellig

Die deutsche Musikbranche scheint 2001 auf den ersten Blick mit einem blauen Auge davongekommen zu sein: Laut der musikwoche.de-Redaktion vorliegenden Zahlen eines renommierten Marktforschungsinstituts liegt das Minus bei 8,4 Prozent.

Die deutsche Musikbranche scheint 2001 auf den ersten Blick mit einem blauen Auge davongekommen zu sein: Laut der musikwoche.de-Redaktion vorliegenden Zahlen eines renommierten Marktforschungsinstituts liegt das Minus bei 8,4 Prozent. Allerdings handelt es sich dabei um die im Rahmen eines Publikumspanels abgebildete Marktentwicklung nach Endverbraucherpreisen. Demnach betrug das Marktvolumen im vergangenen Jahr geschätzt rund 2,17 Milliarden Euro. Der Bundesverband Phono, der seine Statistik für das Jahr 2001 am 21. März im Rahmen einer Pressekonferenz veröffentlichen wird, geht dennoch weiterhin von einem Umsatzminus im zweistelligen Bereich aus, die Absatzzahlen könnten dagegen ein wenig positiver ausfallen. Allerdings bezieht der Bundesverband seine Zahlen aus einem Handelspanel. Die Marktforscher sehen für die Monate Januar bis Oktober des vergangenen Jahres durchaus unterschiedliche Umsatzentwicklungen für die einzelnen Segmente des Tonträgermarkts: So soll der Bereich Pop ingesamt ein Minus von 6,8 Prozent ausweisen, der Anteil nationaler Pop-Produkte sei um 7,9 Prozent gesunken, der Anteil internationaler Produktionen dagegen nur um 6,2 Prozent. Höhere Einbrüche sollen zum Beispiel in den Bereichen Klassik mit einem Minus von gut 16 Prozent und vor allem im Bereich der TV-beworbenen Compilations mit einem Umsatzrückgang von mehr als 18 Prozent zu verkraften haben. Zuwächse gebe es dagegen im Segment der Kindertonträger und Hörbücher: Diese Formate sollen beim Umsatz um 18,6 Prozent zugelegt haben. Wie sich die Bilanz 2001 offiziell darstellt, wird sich am 21. März zeigen.