Das Downloadgeschäft bietet mittelfristig die besten Perspektiven, um das Abflauen der Tonträgerverkäufe zu kompensieren. Zu diesem Schluss kommen die Marktforscher der NPD Group, die im Digitalbereich noch einen riesigen unerschlossenen Markt vor sich sehen. Schon heute seien sieben von zehn US-Haushalten mit dem Konzept von nonphysischer Musik vertraut. „Die zunehmende Akzeptanz von Digitalmusik bei den Konsumenten hilft Plattenfirmen bereits jetzt, ihre Verluste im CD-Verkauf auszugleichen“, so Russ Crupnick, bei NPD für die Bereiche Musik und Film zuständig. „Doch die Chancen, die sich im digitalen Zeitalter auftun, werden derzeit nur zaghaft genutzt.“
Der durchschnittliche Computerbesitzer in den Vereinigten Staaten habe inzwischen 340 Songfiles auf seiner Festplatte. Diese stammen weiterhin aus einem breiten Spektrum von Quellen: Ripping von eigenen und geliehenen CDs, Downloadkäufe und vor allem P2P-Filesharing. Entgegen den Erkenntnissen führender Netzstatistiker sieht Crupnick jedoch auch eine Wanderbewegung weg von den P2P-Netzen hin zu legalen Angeboten: „Wir beobachten eine langsame Umstellung von den illegalen P2Ps auf lizenzierte Dienste.“
Daher gelte es nun, die Zahlungsbereitschaft der potenziellen Kundschaft zu wecken. Crupnick hält dabei drei Ansätze für tauglich: Eine breiter gefächerte demographische Zielgruppe für Downloadangebote ködern, den Druck auf P2Ps aufrecht erhalten und gleichzeitig Fans von den Vorzügen legaler Dienste überzeugen sowie den Kunden ein ansprechendes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.





