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Marktforscher beobachten Einbrüche bei iTunes

Die Umsätze im iTunes Music Store sollen seit Beginn des Jahres kräftig eingebrochen sein. Das zumindest geht aus den jüngsten Analysen der Marktforscher von Forrester Research hervor.

Die Umsätze im iTunes Music Store sollen seit Beginn des Jahres kräftig eingebrochen sein: Seit Januar seien die Einnahmen um rund 65 Prozent gefallen, berichtet der britische Nachrichtendienst „The Register“ auf Basis jüngster Analysen der Marktforscher von Forrester Research. Diesen Trend würden auch die Zahlen der amerikanischen Charts-Ermittler von Nielsen SoundScan bestätigen, die für die ersten drei Quartale des Jahres im Downloadgeschäft Umsätze maximal auf Vorjahresniveau beobachtet hätten, heißt es.

„Es gibt keine Anzeichen für noch anstehende enorme Zuwächse“, sagte Forrester-Analyst Josh Bernoff. Allerdings warnte er im Gespräch mit „The Register“ zugleich davor, zu viel aus den aktuellen Zahlen herauslesen zu wollen und verwies auf mögliche saisonale Schwankungen.

Forrester Research zog Kreditkartenabrechnungen der vergangenen 27 Monate für seine Untersuchung heran. Schon erste Zahlen dieser Studie hatten ein Abflauen der Euphorie im Digitalgeschäft nahegelegt: So kauften im letzten Jahr nur drei Prozent aller US-amerikanischen Haushalte Musik im iTunes Store und gaben dabei im Durchschnitt nur 35 Dollar innerhalb von zwölf Monaten aus.

Dagegen konstatiert Bernoff nun eine gewisse Stabilität im Versandhandel mit CDs: Die vergleichsweise moderaten Ausgaben im Digitalgeschäft legten nahe, dass viele Konsumenten ihr Musikbudget weiterhin in Tonträger steckten: „Umsätze über iTunes nehmen der CD keine Verkäufe weg“, sagte Bernoff. Sie seien bestenfalls ein Zusatzgeschäft. Allerdings gebe es auch keine Anzeichen für wieder erstarkende CD-Verkäufe.

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