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Mario Mendrzycki:“Für Allüren war im übrigen noch kaum Zeit“

Vergangene Woche startete in der Frankfurter Festhalle die ausgedehnte Deutschland-Tournee der Finalisten der Show „Deutschland sucht den Superstar“. musikwoche.de sprach mit Mitveranstalter Mario Mendrzycki über die Ticketnachfrage und die Gewinnperspektiven.

musikwoche: Mit welchen Gefühlen gehen Sie in den Start der Tournee? Ist es für Sie etwas besonderes, das Projekt betreuen zu dürfen?

Mario Mendrzycki: Da das Live-Geschäft lediglich ein untergeordneter Faktor der Wertschöpfungskette zu sein scheint, war es für meinen Partner Marek und mich nicht immer einfach, die Interessen der Tournee durchzusetzen. Insofern sind wir zufrieden, dass es jetzt mit der Premiere losgeht.

mw: Wieviele Tickets sind im Moment verkauft, wie ist die Prognose?

Mendrzycki: Die DSDS-Tour steht derzeit bei ca. 150.000 verkauften Tickets, was zweifellos als respektables Ergebnis anzusehen ist. Die Shows in den neuen Bundesländern liegen leider deutlich unter Tour-Schnitt. Obwohl es zum Teil zu einem Over-Exposure der Finalisten und der Marke DSDS gekommen ist, setzen wir durch die aus UK angekündigte außergewöhnliche Live-Produktion auf die einsetzende Mundpropaganda.

mw: Kann man mit der Tournee Geld verdienen?

Mendrzycki: Aufgrund des im Vorfeld durch Mitbewerber unsinnig iniziierten Bieter-Wettstreits wird die Partnerschaft MLK/TME mit dieser Tournee nur schwerlich in die Gewinnzone kommen. 19 Entertainment und CAA haben den deutschen Markt klug ausgelotet und sind mit Sicherheit auch die Gewinner im Tour-Segment.

mw: Nach welchen Gesichtspunkten wurden die Städte ausgewählt?

Mendrzycki: Die Anforderung seitens der Produzenten war ein Minimum von 20 Shows. Dem haben wir entsprochen und kurzfristig das flächendeckend beste Routing gebucht. Die DSDS-Tour spielt mit einer Ausnahme Deutschlands größte und renommierteste sowie für das Publikum komfortabelste Hallen.

mw: Welche Anforderungen stellen die Superstars an die Logistik? Sind die Jungs und Mädels beziehungsweise die Produktion einfach zu handhaben?

Mendrzycki: Die Produktion ist – ohne das Involvement der Veranstalter – in England aufwändigst zusammengestellt worden. Die Fans erwartet ein zweistündiges Live-Spektakel mit ausgefeilten Video- und Spezialeffekten. Man ist zudem mit zehn bis zwölf Trucks unterwegs, was sehr großen internationalen Produktionen entspricht. Für Allüren war im übrigen noch kaum Zeit.

mw: Ist Ihnen das Medieninteresse, das zwangsläufig auch der Veranstalter/Mitveranstalter der Tournee abbekommt, eher lästig oder genießen Sie die Aufmerksamkeit?

Mendrzycki: Sowohl Marek als auch ich halten uns als Veranstalter im Hintergrund. Unsere Aufgabe sehen wir darin, den Finalisten, Dieter Bohlen und vor allem dem Publikum ein Live-Erlebnis allererster Güte zu ermöglichen.