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Marija Serifovic gewinnt Song Contest, Cicero auf 19

Marija Serifovic aus Serbien gewann mit ihrem Song „Molitva“ am Abend des 12. Mai den Eurovision Song Contest in Helsinki vor der Drag-Queen Verka Serduchka aus der Ukraine und dem russischen Beitrag. Roger Cicero kam auf Rang 19.

Marija Serifovic aus Serbien gewann mit ihrem Song „Molitva“ und 268 Punkten am Abend des 12. Mai den Eurovision Song Contest in Helsinki vor der Drag-Queen Verka Serduchka aus der Ukraine mit dem Disco-Stampfer „Dancing Lasha Tumbai“.

Für Swingsänger Roger Cicero als Kandidat Deutschlands reichte es mit seinem von Matthias Hass und Frank Ramond geschriebenen Stück „Frauen regier’n die Welt“ dagegen nur zum 19 Platz unter 24 Finalteilnehmern. Cicero, der sich im deutschen Vorentscheid gegen die „Popstars“-Siegerband Monrose und Heinz Rudolf Kunze durchgesetzt hatte, kam immerhin auf respektable 49 Punkte.

Siegerin Serifovic hatte sich zuvor bereits im Halbfinale beweisen müssen – schon im vergangenen Jahr hatte mit den Masken-Rockern von Lordi ein Qualifikant den Grand Prix gewonnen. Der finnischen Vertreterin in diesem Jahr, Hanna Pakarinen, blieb mit einem Gothic-Rock-Song nur Rang 17 in der von Fernsehmoderatorin Jaana Pelkonen und Schauspieler Mikko Leppilampi recht unaufdringlich präsentierten Show aus der voll besetzten Arena in Helsinki. Auf den dritten Rang schaffte es die russische Casting-Formation Serebro, dagegen blieben die schwedischen Glam-Rocker von The Ark mit Platz 18 hinter den Erwartungen zurück.

NDR-Kommentator Peter Urban, seit zehn Jahren die deutsche Stimme des Wettbewerbs, hatte zwischenzeitlich das starke Abschneiden der osteuropäischen Länder im Halbfinale thematisiert. Dies sei nicht allein durch Bruderstimmen der früheren Sowjetrepubliken zu erklären, sagte er. Vielmehr seien viele der Künstler im Südosten Europas über die Grenzen ihrer eigenen Länder hinaus aktiv und bekannt. Zudem hätten manche Beiträge aus dem Westen Europas nicht die nötige Qualität gehabt. Dennoch rechnet er mit weiteren Diskussionen um den aktuellen Abstimmungsmodus.

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