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Mariah Carey überholt 50 Cent

Wenige Tage vor Jahresende gibt es einen Führungswechsel an der Spitze der US-Bestsellerliste. Beim aktuellen Verkaufstempo wird die vor vier Jahren fast völlig abgeschriebene Popdiva Mariah Carey das meistverkaufte Album des Jahres 2005 abliefern. Auf der Zielgeraden noch eingefangen: 50 Cent.

Wenige Tage vor Jahresende gibt es einen Führungswechsel an der Spitze der US-Bestsellerliste. Beim aktuellen Verkaufstempo wird die vor vier Jahren fast völlig abgeschriebene Popdiva Mariah Carey das meistverkaufte Album des Jahres 2005 abliefern. Nach den neuesten Zahlen des amerikanischen Charts-Ermittlers Nielsen SoundScan hat die Universal-Division Island Def Jam unter ihrem Chef Antonio „L.A.“ Reid von „The Emancipation Of Mimi“ in den 37 Wochen nach der Veröffentlichung 4,87 Mio. Exemplare des Albums verkauft. Stichtag der Erhebung war der 25. Dezember.

Der bis zuletzt in Führung liegende Rapper 50 Cent wurde somit auf der Zielgeraden noch eingefangen. Bis zum Weihnachtstag kam Careys einziger echter Konkurrent auf 4,83 Mio. verkaufte Einheiten von „The Massacre“. Für diese Verkaufszahl benötigte Jimmy Iovine bei Interscope Geffen A&M, ebenfalls eine Division von Universal Music, 43 Wochen. In der Weihnachtswoche konnte Carey 290.000 CDs verkaufen, 50 Cent kam nur auf 30.000 Kopien. Sollte sich an diesem Trend bis Neujahr nichts mehr ändern, wird Mariah Carey die erste Solokünstlerin seit 1996, die das erfolgreichste Album des Jahres in Amerika stellt.

Zuletzt gelang dies Alanis Morissette mit „Jagged Little Pill“. Vor einem Jahr setzte sich R&B-Star Usher souverän durch: Seine „Confessions“ verkauften sich 2004 fast acht Mio. Mal. Für Carey bedeutet dieser Erfolg ein enormes Comeback. Die heute 35-jährige Sängerin galt Ende 2001 als komplett verheizt. Ihre damalige Plattenfirma, Virgin/EMI, bezahlte im Januar 2002 sogar 28 Mio. Dollar, um einen angeblich mehr als 80 Mio. Dollar teuren Vertrag nach nicht einmal einem Jahr aufzulösen.

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