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Marek Lieberberg weist LEA-Award zurück

Marek Lieberberg hat die Auszeichnung mit einem LEA-Award als bester Veranstalter zurückgewiesen. Aus Protest gegen „willkürliche Entscheidungen“ der Jury verließ er vorzeitig die Gala in Hamburg.

Marek Lieberberg hat die Auszeichnung mit einem LEA-Award als bester Veranstalter zurückgewiesen. Aus Protest gegen seiner Meinung nach „willkürliche Entscheidungen“ der Jury verließ er am 15. Februar vorzeitig die LEA-Preisverleihung in Hamburg.

Die Jury habe weder die Preiskategorien eindeutig definiert, noch klare Kriterien für die Vergabe erkennen lassen, teilt der Frankfurter Veranstalter mit und formuliert eloquent wie eh und je: „Ich trinke nicht noch den Kakao, durch den man mich ziehen will. Meine Vermutung, dass der LEA ein paritätischer Selbstbedienungspreis ist, hat sich trotz anders lautender Versicherungen leider eindeutig bestätigt.“

In einer Pressemitteilung erläutert Lieberberg, dass er sich erst auf die eindringliche Bitte des Vorsitzenden des Verbands der deutschen Konzertdirektionen, Michael Russ, bereit erklärt habe, an der Veranstaltung teilzunehmen. Seine Befürchtungen hätten sich bereits von Anfang an bestätigt. Als das von Lieberberg ausgerichtete Festival Rock am Ring „trotz überzeugender Qualifikationsmerkmale zur Überraschung aller Experten nicht zum besten Festival gekürt wurde, ließen sich die Gegensätze nicht mehr unter den Teppich der Award-Show kehren“, heißt es aus Frankfurt.

„Es ging um das beste Festival – ohne Wenn und Aber! Nicht um ein Nachwuchs- oder Spartenfestival. In diesem Fall konnte es nur eine Entscheidung geben, egal, welchen Maßstab man anlegt. Das Votum der Jury empfand ich als eine bewusste Provokation, die eine entsprechende Antwort erforderlich machte. Deshalb sah ich mich dazu gezwungen, der Veranstaltung den Rücken zu kehren. Man schaut einem geschenkten Gaul zwar nicht ins Maul, aber einem Trojanischen Pferd schon. Als Feigenblatt stehe ich nicht zur Verfügung. Der LEA-Award sollte sich davor hüten, dass er nicht zum Lie-Award mutiert und in Provinzialität erstickt!“

Mehr zum Thema Die Pressemitteilung von Marek Lieberberg im Original (.doc)