Der Eurovision Song Contest in Aserbaidschan – ein millionenschweres Spektakel zur Imagepflege eines autoritären Regimes. Darf man so etwas unterstützen? Darf man in ein Land fahren, in dem die Opposition mundtot gemacht und drangsaliert wird? Das bei der Korruption zu den Spitzenreitern zählt und bei der Pressefreiheit zu den Schlusslichtern? Zu einer Veranstaltung, für die Menschen gewaltsam aus ihren Wohnungen vertrieben wurden, um Platz für eine gigantische neue Halle zu schaffen? Diese Frage wurde in den letzten Wochen und Monaten in den deutschen Medien heftig diskutiert. Und die Antwort kann nur lauten: Ja! Selten war ein Popmusikwettbewerb politisch aufgeladener als der 57. Eurovision Song Contest in Baku. Und vor allem die Europäische Rundfunkunion EBU musste für ihre unpolitische Haltung heftige Kritik einstecken.
„Man muss hinfahren!“
Der ESC-Experte Dr. Irving Wolther über den Eurovision Song Contest in Baku





