Sony-BMG-CEO Andrew Lack glaubt daran, dass die DualDisc sich als mögliche Alternative zur CD etablieren könnte. Mit „Devils & Dust“, dem neuen Album von Bruce Springsteen, will er am 26. April eine weitere DualDisc auf den Markt bringen. „Ich glaube, das Ende der CD naht. Die DualDisc könnte unter Umständen ein Ersatz sein“, erklärte Lack gegenüber der „International Herald Tribune“. Das Feedback, das er von den Händlern erhalte, stimme ihn „vorsichtig optimistisch“. Und auch die beiden ersten Veröffentlichungen dieses Jahres, die auch als DualDisc erschienen, hätten seine Einschätzung bestätigt. Sowohl „O“ von Omarion als auch „Rebirth“ von Jennifer Lopez erzielten ein Drittel ihrer Verkäufe mit dem beidseitigen Format.
Den Vorteil des Hybridmediums sieht Lack in der Wertsteigerung der Alben. Statt einer einfachen Audio-CD erhält der Kunde durch die DualDisc zusätzlich eine DVD-Seite, auf der Videos, Live-Mittschnitte oder Dokumentarstücke zu sehen sind. Dabei kostet das neue Format nur wenig mehr als die herkömmliche CD. Zudem sei die DualDisc mit ihren beiden Seiten sehr einfach handhabbar. Auch Warner Music testet die beidseitige Disc weiter. Das erste Solowerk von Rob Thomas, dem Sänger von Matchbox 20, soll ebenfalls als DualDisc auf den Markt kommen. Von den vier Major-Konzernen ist bisher nur EMI noch nicht auf den Zug aufgesprungen.






