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Majors knicken ein und verlängern Vertriebsdeals mit Apple

Songdownloads werden im iTunes Music Store auch künftig 99 Cent kosten. Nach monatelangen Verhandlungen setzte sich letztlich Apple gegen die vier Majorkonzerne durch, die ein flexibles Preisschema gefordert hatten.

Songdownloads werden im iTunes Music Store auch künftig 99 Cent kosten. Nach monatelangen Verhandlungen setzte sich letztlich Apple gegen die vier Majorkonzerne durch, die ein flexibles Preisschema gefordert hatten.

Stellungnahmen zu den erneuerten Verträgen gaben weder EMI, Warner Music, Universal und Sony BMG noch Apple ab. Die Laufzeit der aktuellen Vereinbarungen ist daher nicht bekannt. Zuletzt wurde wiederholt spekuliert, dass die Rechteinhaber die in diesen Wochen auslaufenden Vertriebsabkommen mit Apple nicht verlängern würden. Stattdessen sollte es während einer vertragslosen Interimszeit beim Status quo bleiben. Bis man sich auf für beide Seiten zukunftstaugliche Konditionen einigen würde, könnten die Plattenfirmen dabei jederzeit ihre Vertriebslizenzen aufkündigen.

Doch einem Bericht der „Financial Times“ zufolge haben sich die vier Majors nun wieder auf feste Deals mit Apple eingelassen. Führende Labelvertreter erklärten anonym gegenüber der Zeitung, dass man derzeit zu sehr auf Apple und seinen Downloadshop angewiesen sei, als dass man an die Lizenzen zu große Bedingungen knüpfen könnte.

Abgesehen von Deutschland, wo mit Musicload ein ebenbürtiger Konkurrent am Markt ist, und Japan, wo im Digitalgeschäft 95 Prozent der Umsätze über mobile Plattformen gemacht werden, ist Apple im Downloadverkauf unangefochtener Marktführer. In den USA hatte iTunes zwischen November 2005 und Januar 2006 laut Berechnungen der NPD Group einen Marktanteil von 68 Prozent. Zum Vergleich: eMusic kam in der gleichen Zeit auf zwölf Prozent, Napster auf 4,4 Prozent.

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