Recorded & Publishing

Majors kleben trotz Strafe illegal Plakate

Die bisher in Großbritannien verhängten Geldstrafen können Plattenfirmen offenbar nicht von der unerlaubten Plakatierung von Bauzäunen abhalten. Die Strafen sind immer noch günstiger als reguläre Werbung.

Die bisher in Großbritannien verhängten Geldstrafen können die Plattenfirmen nicht von der unerlaubten Plakatierung von Bauzäunen abhalten. Vielmehr nehmen die Majors offenbar die Strafen für das so genannte Flyposting in Kauf, weil es laut britischen Medienberichten immer noch billiger sei, als auf legalem Weg zu werben. Laut dem britischen „Guardian“ forderten die Abgeordneten des britischen Unterhauses nun die Regierung auf, konsequenter gegen das Flyposting vorzugehen. Die bisherigen Strafen von 75 bis 2.000 Pfund seien nicht geeignet, illegalen Werbemaßnahmen zu unterbinden. Der Bericht des Unterhauses betont zudem, dass Plakate für Musikevents zu den Hauptärgernissen gehörten. Anfang Juni hatte der Stadtrat des Nordlondoner Distrikts Camden bereits die Initiative ergriffen und Sony Music und BMG verklagt. Den Stadtvätern war es ein Dorn im Auge, dass die beiden Majors seit längerer Zeit das Stadtbild mit ihren Werbeplakaten verunstalteten. Nach einer Unterlassungserklärung von Sony zog der Stadtrat von Camden seine Vandalismus-Vorwürfe gegen den Major jedoch zurück.

Mehr zum Thema