Recorded & Publishing

Madonna wirft Warner Missmanagement vor

Beim anstehenden Prozess zwischen dem Madonna-Label Maverick und der Warner Music Group geht es um einen Millionenbetrag, den Maverick wegen Missmanagement und unsachgemäßer Buchhaltung bei Warner verloren habe.

Beim anstehenden Prozess zwischen dem Madonna-Label Maverick und der Warner Music Group geht es um einen Millionenbetrag, den Maverick angeblich wegen Missmanagement und unsachgemäßer Buchhaltung bei Warner verloren habe. Madonna und ihre Partner Guy Oseary und Ronnie Dashev, die insgesamt 60 Prozent an dem gemeinsam mit Warner als Joint Venture betriebenen Label Maverick halten, haben am 25. März beim Los Angeles Superior Court eine Klage eingereicht, in der sie Warner zudem eigenmächtiges Agieren und eine daraus resultierende Profitnahme vorwerfen. Darin heißt es weiter, dass Maverick seit der Gründung mehr als 900 Mio. Dollar Umsatz und mehr als 100 Mio. Dollar Gewinn für Warner erwirtschaftet, das Unternehmen jedoch für vereinbarte Dienstleistungen wie Radio Promotion sowie Marketing & Sales nicht bezahlt habe. Warner erwiderte darauf in einer Mitteilung, dass die Vorwürfe haltlos seien, betonte aber, dass der Prozess nichts an Warners „tiefem Respekt“ vor Madonna ändere. Im Hintergrund der Klage dürfte jedoch der Streit über den Verkaufspreis des Maverick-Anteils stehen. So soll Madonna bereits vor der Übernahme von Warner Music durch Edgar Bronfman versucht haben, die 60 Prozent von Maverick an Warner zu verkaufen. Der Konzern war jedoch nicht bereit, die von Madonna verlangten rund 60 Mio. Dollar zu zahlen und machte ein deutlich niedrigeres Angebot.

Mehr zum Thema