Sie war in den wichtigsten TV-Shows und auf zahlreichen Magazintiteln, aber für Platz eins hat es dennoch nicht gereicht. Janet Jackson muss sich zweieinhalb Jahre nach „Nipplegate“ in den US-Albumcharts Ludacris geschlagen geben. Der Hip-Hop-Star aus Atlanta verkaufte 309.000 Exemplare von „Release Therapy“ und verbucht damit bereits seine dritte Spitzenposition in den USA. „20 Y.O.“, Jacksons erstes Album nach dem u.a. wegen ihres offenherzigen Auftritts beim 2004er Super Bowl gefloppten „Damita Jo“, setzte in der Woche bis zum 1. Oktober 296.000 Kopien ab.
Rang drei und damit die höchste Charts-Notierung in seiner Karriere geht an Tony Bennett. Sein Duette-Album „Duets An American Classic“, das den 80. Geburtstag des Crooners feiert und Aufnahmen mit Elton John, Paul McCartney, den Dixie Chicks, John Legend, Bobo, George Michael oder Stevie Wonder enthält, fand auf Anhieb 202.000 zahlende Fans. Vierter ist Alan Jackson, der mit 149.000 Verkäufen von „Like Red On A Rose“ in die US-Charts einsteigt. Der Country-Star wiederholt damit einen Erfolg vom März dieses Jahres, als er mit seinem Vorgängeralbum ebenfalls an vierter Stelle debütierte. Die vier Neueinsteiger an der Spitze befördern Justin Timberlake auf Rang fünf, der dafür 147.000 Einheiten von „FutureSex/LoveSounds“ verkaufen musste.
Sechster ist John Mayer mit 91.000 verkauften CDs von „Continuum“, gefolgt von Hinder mit 77.000 Kopien von „Extreme Behavior“. 3000 Stück weniger reichen Clay Aiken und „A Thousand Different Ways“ für Position acht, wo er nur wenige CDs vor Fergie bleibt, die von „The Dutchess“ annähernd gleich viele Tonträger verkaufte. Platz zehn geht an den in Deutschland kaum bekannten Musikparodisten „Weird Al“ Yankovic, der einst durch Veralberung von Michael Jackson berühmt wurde. Sein „Straight Outta Lynwood“ fand 73.000 Käufer und beschert dem Komiker seine erste Top-Ten-Notierung. Die Scissor Sisters – in Europa seit ihrem Debüt vor zwei Jahren auf Erfolgskurs – kommen auch in ihrer Heimat langsam in Schwung.
Nachdem es das erste Album nicht in die US-Charts geschafft hatte, steigt „Ta-Dah“ nun auf Rang 19 ein. Die Band konnte dabei 42.000 Exemplare verkaufen, obwohl mit Trans World Entertainment eine der größten Einzelhandelsketten des Landes den Verkauf der Platte boykottiert. Die Band hatte sich ablehnend über die Preispolitik des Händlers geäußert und wird nun in den knapp 1100 TWE-Filialen gemieden.
Insgesamt spürte der US-Handel in der letzten Woche jedoch wieder einen leichten Aufwind: Es wurden 2,9 Prozent mehr Alben verkauft als in der Woche davor. Die 9,9 Mio. Stück sind jedoch gleichzeitig 3,8 Prozent weniger als in der Vergleichswoche des letzten Jahres. Die kumulierte Verkaufszahl seit Jahresbeginn liegt nun bei 393,6 Mio. Einheiten – rund fünf Prozent weniger als 2005.






