Der US-Medienkonzern Clear Channel will seine Konzertveranstaltungssparte Clear Channel Entertainment (CCE) bis Jahresende eigentlich abspalten und als eigenständige Firma an die Börse bringen. Doch die Interessenten für eine vollständige Übernahme des Unternehmens lassen nicht locker. Besonders ernst ist es Dave Lucas, dem einstigen President und Co-CEO der Clear Channel Music Group. Veranstalterurgestein Lucas, der sich im Herbst 2004 von Clear Channel getrennt hatte und seither mit seiner Firma Live 360 aktiv ist, hat offiziell ein Kaufgesuch bei Clear Channel hinterlegt.
Lucas‘ Anwalt Craig Pinkus verriet im „Indianapolis Business Journal“, die Planungen seien zwar erst im Anfangsstadium, aber durchaus seriös: „Wir wollen uns damit nicht unnötig in den Mittelpunkt drängen oder die Zeit anderer Leute vergeuden.“ Die Finanzierungsfragen seien auch weit gehend geklärt. Experten schätzen den Marktwert von CCE auf über 1,5 Mrd. Dollar. Es bleibt jedoch weiter unklar, ob Clear Channel überhaupt bereit ist, die Tochter CCE per Verkauf abzustoßen. Das Management erhofft sich durch einen Börsengang höhere Einnahmen.





