Der neue Loveparade-Chef Rainer Schaller hat den Etat der Loveparade auf drei Millionen aufgestockt. Die Kosten würden sich auf geschätzte 2,5 Millionen Euro belaufen. Falls die Million, die Schallers Firma, die Fitnesskette McFit, bereits beisteuert, und die Sponsorengelder nicht ausreichten, übernehme er den Rest.
Derweil steigen die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Wiedergeburt des traditonsreichen Umzugs, der in den vergangenen beiden Jahren aufgrund finanzieller Probleme ausfallen musste. Eine Sprecherin der Agentur Berlin Tourismus Marketing erklärte, sie hätten verstärkt Last-Minute-Buchungen für das Wochenende registriert. Und der Hotel- und Gaststättenverband teilt mit, dass die Hotels in der Stadt gut ausgebucht sind.
Als Reaktion auf womöglich höhere Besucherzahlen haben auch die Veranstalter bereits reagiert. So haben Schaller und sein Team den Beginn der DJ-Sets auf den neuen, festen Bühnen auf 12 Uhr vorverlegt; die ebenfalls neue Live-Stage startet bereits um 13 Uhr. Unverändert bleibt 14 Uhr jedoch der Zeitpunkt, an dem sich die 40 Love Trucks in Bewegung setzen sollen.
Kritisch bleibt indes der Loveparade-Gesellschafter und Gründer des Umzugs, Matthias Roeingh alias Dr. Motte. Er verschärft in einem Interview mit der „Berliner Zeitung“ sogar seine Vorwürfe an die neue Parade, die er als „Fake“ und „Marketing-Parade“ bezeichnet. Dabei greift er Schaller persönlich an: „Er redet doch allen nach dem Mund. In der elektronischen Musikszene ist er ein Nobody. Ein Sponsor sollte niemals Inhalte machen. Techo-Musik kennt er vielleicht aus dem Radio“. Der Paradengründer bekräftigte zudem, dass Loveparade, Berlin und Dr. Motte zusammengehörten. „Herr Schaller wütet in meinem Laden rum.“






