Loudeye, US-Digitalvertriebsdienstleister mit anhaltenden Liquiditätssorgen, hat sich durch einen Verkauf ein wenig Luft verschafft. Elf Mio. Dollar bezahlt die Firma Muze für eine nicht strategische Dienstleistungssparte, die bislang rund ein Viertel der Loudeye-Umsätze erwirtschaftet hat. Muze erwirbt für diesen Betrag denjenigen Bereich, der bei Loudeye für die Backend-Services von Digitalshops, für Enkodierungsdienste, das Onlineradiogeschäft und die Bereitstellung von Soundsamples zuständig war.
Zu den Hauptkunden dieser Abteilung zählen u.a. der deutsche Mobilfunkanbieter O2, ATT Wireless, Cingular Wireless und BurnLounge. Muze sichert sich mit dieser Übernahme auch die in diesem Segment relevanten Rechte aller vier Majors und der wichtigsten Independentlabels. Loudeye-CEO Mike Brochu betonte im Rahmen des Verkaufs jedoch, dass seine Firma weiterhin mit der Tochter OD2 fest im Digitalvertriebsgeschäft verankert bleiben wird.
Betroffen sind nur die Mitarbeiter am Standort in Seattle. Die Büros in Bristol, Köln, Paris und Mailand und London bleiben von dem Verkauf unangetastet und Loudeye wird auch künftig ein in den USA börsennotiertes Unternehmen sein.





