Einen Tag nach dem Verkauf an Nokia hat der amerikanische Digitalvertriebsdienstleister Loudeye seine Zwischenbilanz für das zweite Quartal veröffentlicht. Der Umsatz wuchs um zehn Prozent, an den laufenden Verlusten änderte sich indes wenig.
In den drei Monaten bis zum 30. Juni nahm Loudeye 5,38 Mio. Dollar ein, im Vorjahresquartal waren es erst 4,89 Mio. Dollar. Dabei erwirtschaftete das Unternehmen einen Nettogewinn von 5,36 Mio. Dollar, was jedoch alleine auf die Verkaufserlöse einer Dienstleistungssparte im Mai und die Schließung der defizitären Tochterfirma Overpeer im letzten Jahr zurückzuführen ist. Ohne diese Sondereffekte hätte Loudeye wie schon im Vergleichsquartal 3,49 Mio. Dollar operativen Verlust gemacht.
Im ersten Halbjahr hat das Unternehmen somit 11,2 Mio. Dollar Umsatz (plus 27,8 Prozent) und netto einen Gewinn von 714.000 Dollar erwirtschaftet. Im ersten Halbjahr 2005 stand noch ein Nettoverlust von 14,38 Mio. Dollar in den Büchern. Für das Gesamtjahr rechnet Loudeye mit Umsätzen zwischen 22 und 25 Mio. Dollar.
Dazu beitragen soll u.a. eine am 9. August beschlossene Partnerschaft mit dem Mobilfunkanbieter O2 Großbritannien. Die Loudeye-Tochter OD2 wird für mehrere Jahre die inhaltliche und technologische Versorgung des O2 Music Service übernehmen.





