Recorded & Publishing

Lokales Repertoire, Fachkräftemangel und Tonträger im Fokus

Im Kongressprogramm des Reeperbahn Festivals ging es oft um Diversität und Nachhaltigkeit. Aber auch ganz handfeste Fragen rund um die Chancen lokaler Acts im Radio und im Streaming, die Suche nach Mitarbeitenden oder die Entwicklung im Bereich der physischen Tonträger fanden Platz auf der Agenda.

“Die Briten haben seit Dua Lipa 2017 keinen Weltstar mehr hervorgebracht“, konstatierte zum Beispiel Will Page bei einer Diskussionsrunde unter dem Motto „Local Re­per­toire, Glo­bal Po­ten­ti­al“ am Festivalfreitag im East Hotel in Hamburg. Der schottische Branchenbeobachter, der unter anderem für die britische Verwertungsgesellschaft PRS oder Spotify aktiv war und aktuell als Berater und Autor tätig ist, knüpfte diese Feststellung an den Begriff der Glokalisierung. Das Phänomen, das Musikproduktionen in heimischer Sprache in den jeweiligen Regionen gute Marktchancen gegenüber dem lange dominierenden anglo-amerikanischen Pop haben, hätte man zuerst in der Gamesbranche beobachten können, ergänzte Page. Schließlich hätte das Karaoke-Spiel „Singstar“ aus dem Playstation-Kosmos schon in den frühen Nullerjahren gezeigt, dass zum Beispiel in Schweden viel lieber heimische Lieder aus den Tiefen des Katalogs mitgesungen worden seien als die viel prominenter platzierten internationalen Hits. Sein Fazit: „Wir können immer wieder etwas von der Gaming-Industrie lernen.“

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