Recorded & Publishing

Lizenzprobleme lähmen DualDisc in den USA

Bei der Markteinführung des neuen Hybrid-CD/DVD-Formats DualDisc stoßen die US-Plattenfirmen auf diverse Probleme, die den Aufstieg des erhofften Umsatzbringers verzögern.

Bei der Markteinführung des neuen Hybrid-CD/DVD-Formats DualDisc stoßen die US-Plattenfirmen auf diverse Probleme, die den Aufstieg des erhofften Umsatzbringers verzögern. In einer ersten Testphase hatten die US-Majors 13 Titel von Künstlern wie David Bowie oder Linkin Park als so genannte DualDisc veröffentlicht. Diese enthielten auf der einen Disc-Seite das reguläre Album, auf der anderen DVD-Bonusmaterial wie Konzertmitschnitte, Interviews oder eine Dokumentation der Aufnahmesessions. Der US-Handel hatte erwartet, dass der erste Schwung von DualDiscs im vierten Quartal 2004 veröffentlicht wird. Nach diversen Problemen in Sachen Lizenzierung peilen die Plattenfirmen nun den Jahresbeginn 2005 an. So verhandelt die US-Industrie derzeit noch mit der deutschen Firma DVD Plus International, die das Patent auf die doppelseitig bespielte Disc hält und den US-Firmen vorwirft, ihre Technologie zu stehlen. Quer stellt sich auch Philips Electronics, wo die Lizenzrechte am CD-Logo liegen. Da die DualDisc nicht den CD-Spezifikationen entspricht, weigerte sich Philips, das Logo für die Verwendung auf den neuen Doppel-Scheiben freizugeben. Und auch die Plattenfirmen selbst stehen noch vor Lizenzproblemen: Sie schließen normalerweise für die verschiedenen Formate einzelne Lizenzverträge ab. Für das neue Kombiformat müssen nun erst neue Lizenzvereinbarungen erarbeitet werden.

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