Joachim König, Geschäftsführer Hannover Congress Centrum (HCC)/Präsident Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC): Das ist durchaus möglich. Die wirklich großen Acts waren in den vergangenen Jahren, mit ganz wenigen Ausreißern, die üblichen Verdächtigen, deren Zahl man durchaus an zwei Händen abzählen konnte. Das ist eine recht dünne Grundlage für die ganz großen Veranstaltungen im Großhallen- und Stadionbereich. Hier fehlen einfach ein paar Durchbrüche von Künstlern, die aber bei der Angebotsvielfalt und dem damit verbundenen Verteilen der Begeisterung des Publikums auch einen schweren Stand haben. Allerdings muss das ja nicht zwingend heißen, dass nicht im Segment unterhalb der Großhallen durchaus weiterhin ein durchaus spannendes Segment im Konzertgeschäft vorhanden ist. Hier gibt eine zum Teil durchaus erfolgreiche „Retrowelle“ sowie neue Namen und Formate im Life-Entertainment wie zum Beispiel alte Kinofilme mit Life-Filmorchestern als Saalveranstaltungen; insofern eigentlich auch spannend, aber für die ganz großen Hallen trotzdem eine schwere Herausforderung, was eventuell auch noch mehr zu Umbauten Richtung Halbierung oder Viertelung der Hallen führen könnte. Aber irgendwann macht es dann kaufmännisch keinen Spaß mehr.
Livebiz: Headliner gesucht?
Ob die Toten Hosen oder Metallica – es gibt nur wenige Bands, die große Hallen füllen oder als Festivalheadliner taugen. MusikWoche bat Hallenbetreiber um ihre Einschätzung, ob dieser Trend bald zu einem Problem für sie werden könnte.






