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Live Nation und Gaiety übernehmen Mehrheit bei Academy

Nach mehr als einem halben Jahr Anlaufzeit hat Live Nation zusammen mit Gaiety Investments den britischen Spielstättenbetrieb Academy Music Holdings übernommen. Die Partner halten künftig 56 Prozent an Academy, müssen aber aus kartellrechtlichen Gründen zwei Venues verkaufen.

Nach mehr als einem halben Jahr Anlaufzeit hat Live Nation zusammen mit Gaiety Investments den britischen Spielstättenbetrieb Academy Music Holdings von RJD Partners übernommen. Die Partner – der weltgrößte Konzertveranstalter und die Unternehmensgruppe des irischen Impresarios Denis Desmond – halten damit künftig 56 Prozent an Academy, müssen aber aus kartellrechtlichen Gründen zwei Venues in London verkaufen. Das Hammersmith Apollo und das Forum werden an die Mama Group abgetreten.

Live Nation und Gaiety erwarten einen Erlös von knapp 27 Millionen Dollar. Wie viel Geld die Investoren tatsächlich für ihren Mehrheitsanteil bei Academy bezahlen, ist unklar. Den Gesamtfirmenwert beziffert Live Nation auf 114 Millionen Dollar inklusive fast 57 Millionen Dollar Schulden. Die Academy hatte mit ihren bislang zwölf Konzertveranstaltungsorten in den zwölf Monaten bis zum 31. Dezember 2006 einen Vorsteuergewinn von 11,6 Millionen Dollar erwirtschaftet. Dabei kamen mehr als drei Millionen Menschen zu über 2500 Veranstaltungen. Zur Academy zählen u.a. das Sheperd’s Bush Empire und die Carling Academy Brixton.

Im Rahmen der Übernahme wird der US-Konzern Live Nation zunächst nur 44 Prozent der Academy-Anteile halten, weitere zwölf Prozent befinden sich bereits im Besitz von Gaiety. Die beiden Unternehmen hatten vor zwei Jahren bereits die Mean Fiddler Group übernommen und damit Live Nation die Tür in den britischen Live-Markt weit geöffnet. Zu einem späteren Zeitpunkt wird dann eine Joint-Venture-Holding der beiden Investoren die zwölf Prozent von Gaiety übernehmen.

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