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Live Nation schluckt House of Blues

Bis vor kurzem schien es noch, als wolle der US-Spielstättenbetreiber House of Blues (HOB) als eigenständiges Unternehmen weitermachen. Nun kam es doch zum Verkauf. Live Nation, der weltgrößte Veranstaltungskonzern, übernimmt HOB für 350 Mio. Dollar.

Bis vor kurzem schien es noch, als wolle der US-Spielstättenbetreiber House of Blues Entertainment (HOB) als eigenständiges Unternehmen weitermachen. Nun kam es doch zum Verkauf. Live Nation, der weltgrößte Veranstaltungskonzern, übernimmt HOB für 350 Mio. Dollar.

HOB betreibt zehn Konzert- und Event-Hallen in Städten wie Chicago, Las Vegas, Orlando, Anaheim oder West Hollywood. Zudem gehören noch acht mittelgroße Venues der Kategorie „Amphitheater“ z.B. in Atlanta, Toronto, Dallas und San Diego zum Unternehmen. Mit dieser Übernahme will Live Nation seine Präsenz im nordamerikanischen Markt abseits der Stadien und Arenen verbessern.

Der Kauf von HOB ist die größte Akquisition, seit Live Nation im Herbst 2005 als unabhängige Tochter vom einstigen Mutterkonzern Clear Channel abgespalten wurde. Damit wird der ohnehin größte Veranstalter noch ein Stück größer. Die Übernahme soll bis Jahresende offiziell abgeschlossen sein.

HOB machte 2005 Umsätze in Höhe von 245 Mio. Dollar, in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres waren es 126 Mio. Dollar. Zum Vergleich: Live Nation machte im letzten Jahr mit Konzerten 1,3 Mrd. Dollar Umsatz. Im ersten Halbjahr waren es 623 Mio. Dollar. Erst Ende Mai hatte Live Nation den Rolling-Stones-Promoter CPI übernommen.

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