Der weltgrößte Veranstaltungskonzern und Spielstättenbetreiber Live Nation konnte sein drittes Quartal zwar mit einer deutlichen Umsatzsteigerung beenden, doch das Wachstum zahlt sich derzeit nicht aus: Live Nation verbuchte unterm Strich einen Nettoverlust. In den drei Monaten bis zum 30. September summierten sich die Einnahmen auf 1,35 Mrd. Dollar. Das sind 35,7 Prozent mehr Umsatz als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Doch gleichzeitig wurde aus einem Nettogewinn von damals 26,1 Mio. Dollar diesmal ein Verlust von 9,1 Mio. Dollar.
Auch das operative Ergebnis brach ein – um 55 Prozent auf nur noch 27,6 Mio. Dollar. Als Hauptursache für die schlechteren Zahlen gelten gestiegene Kosten für die Durchführung von immer mehr Events. Vor allem die Gagen von Tournee-Stars wie den The Rolling Stones, Madonna oder Crosby, Stills, Nash & Young drücken auf die Bilanz.
Dabei lief es im Konzertsegment gar nicht schlecht für Live Nation: Die Zahl der Besucher stieg um 15,5 Prozent in einem Gesamtmarkt, der mit schrumpfenden Zuschauerzahlen zu kämpfen hat. Im dritten Quartal kamen weltweit 15,9 Mio. Menschen zu den 3902 Musikevents von Live Nation – 3,9 Mio. davon außerhalb Nordamerikas. Mit Events setzte der Konzern folglich 1,06 Mrd. Dollar um – ein sattes Plus von 44,7 Prozent. Aber der operative Verlust wuchs dabei weiter: Statt minus 24,1 Mio. Dollar wie im Vorjahresquartal waren es nun sogar minus 47,5 Mio. Dollar.
Noch nicht in der Bilanz berücksichtigt ist die Übernahme des Mitbewerbers House of Blues, die erst am 3. November abgeschlossen wurde.





