Trotz aller Beschwerden über steigende Ticketpreise und überzogene Gagenforderungen von Superstars konnte das nordamerikanische Live-Entertainment-Geschäft im letzten Jahr deutlich zulegen. Laut Billboard Boxscore stiegen die Konzertumsätze in den zwölf Monaten zwischen dem 16. November 2005 und dem 14. November 2006 um 35 Prozent auf mehr als 2,8 Milliarden Dollar.
Gleichzeitig stiegen seit Langem auch wieder die Zuschauerzahlen: Über 52 Millionen Konzertbesucher bei knapp 15.000 Veranstaltungen sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die globalen Zahlen weisen Zuwächse aus: Die Ticketumsätze stiegen um rund 30 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar und die Zuschauerzahl stieg um 13 Prozent auf gut 61 Millionen Besucher.
Billboard Boxscore listet in seiner Jahresbilanz auch die erfolgreichsten Veranstalter auf. Hier führt unangefochten Live Nation mit Umsätzen von fast 2,3 Milliarden Dollar und 38,2 Millionen verkauften Tickets bei 9367 Veranstaltungen. Diese Zahlen beinhalten auch die Ergebnisse des erst kürzlich übernommenen Mitbewerbers House of Blues.
An zweiter Stelle folgt mit gehörigem Abstand die Firma AEG Live, die 543 Millionen Dollar Umsatz verbuchen konnte. Dafür verkaufte AEG 8,3 Millionen Tickets für 1347 Shows. Knapp dahinter rangiert bereits Michael Cohl mit seiner Firma CPI, die zur Hälfte inzwischen zu Live Nation gehört. Der Veranstalter der Rolling-Stones-Tourneen setzte im letzten Jahr 533,5 Millionen Dollar um.





