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Liles verlässt Def Jam

Das Hin und Her um Def-Jam-President Kevin Liles hat ein Ende. Nachdem er sich mit Antonio Reid, dem neuen Chef bei der Island Def Jam Music Group, nicht einigen konnte, verlässt der langjährige Universal-Mitarbeiter endgültig das Unternehmen. Das wollte er eigentlich schon im Februar.

Das Hin und Her um Def-Jam-President Kevin Liles hat ein Ende. Nachdem er sich mit Antonio „L.A.“ Reid, dem neuen Chef bei der Island Def Jam Music Group (IDJ), nicht einigen konnte, verlässt der langjährige Universal-Mitarbeiter endgültig das Unternehmen. Das wollte er eigentlich schon im Februar machen, blieb aber, weil ihm Reid angeblich den Posten eines Vice Chairman bei IDJ angeboten hatte. Dem Vernehmen nach löste Reid diese Verpflichtung jedoch nie ein, was Liles nun zu seinem unfreiwilligen Abschied veranlasste. Offiziell trennen sich beide Parteien einvernehmlich, aber inzwischen heißt es auch von Def-Jam-Gründer Russell Simmons, dass er der Firma den Rücken kehren will. Liles und Simmons gelten als enge Vertraute, und die Top-Künstler des Labels, darunter DMX, Jay-Z, Ja Rule oder Ludacris, unterschrieben allesamt auf Liles‘ Bestreben bei Def Jam. Reid übernahm im Februar die Leitung der Universal-Division und holte seither einige Weggefährten aus seiner Zeit bei Arista zur IDJ. So setzte er zum Beispiel Steve Bartels als Leiter von Island Records ein. Im Gegenzug verließen altgediente IDJ-Mitarbeiter wie Justiziar Jeff Kempler, A&R Jeff Fenster, Island-Chefin Julie Greenwald oder PR-Chefin Sheila Richman die Firma. Über Liles‘ berufliche Pläne ist bislang nichts bekannt. Fest steht allerdings, dass er im nächsten Jahr ein Buch über Management im HipHop veröffentlichen will.

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