Recorded & Publishing

Latin-Verkäufe trotzen Piraterie

Die US-Tonträgerfirmen setzten im ersten Halbjahr 2003 um 1,7 Prozent mehr Latin-Tonträger ab als im Vorjahr.

Die US-Tonträgerfirmen setzten im ersten Halbjahr 2003 um 1,7 Prozent mehr Latin-Tonträger ab als im Vorjahr. Dies gab der Branchenverband RIAA jüngst bekannt. Damit konnte gerade der Bereich zulegen, der auch bei CD-Piraten am populärsten ist, und den größten Teil der beschlagnahmten CDs im ersten Halbjahr ausmachte. Der Gesamtabsatz der US-Branche sank um 4,6 Prozent, was der Verband auf den Rückgang beim MusiCassetten-Format zurückführt. Die DVD konnte in den ersten sechs Monaten um 58,3 Prozent zulegen. Auch bei der Piraterie-Bekämpfung meldet die RIAA Zuwächse: So teilte Rafael Fernandez, VP Latin Music, mit, der Verband habe im ersten Halbjahr um 200 Prozent mehr illegale Tonträger beschlagnahmt als im Vorjahr. Den positiven Trend im Latin-Segment wollen die Mitgliedsfirmen in den nächsten Monaten mit neuen Veröffentlichungen von Top-Stars wie Julio Iglesias, Luis Miguel und Thalia anfeuern.