Der Gesamtumsatz mit Latin Music in den Vereinigten Staaten belief sich auf 1,009 Milliarden Dollar, also rund 863,613 Millionen Euro. Diese Zahl entspricht einem Plus von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit einem Wachstum, das das des Gesamtmarkts übertrifft, wie ein Report der Recording Industry Association of America, kurz RIAA, darlegt. Lateinamerikanische Werke stellen mittlerweile 8,8 Prozent des gesamten US-amerikanischen Musikumsatzes dar.
Streaming bleibt der mit Abstand dominierende Kanal und generiert 98,2 Prozent der Latin-Einnahmen. Bezahlte Abonnements machen mit 557,5 Millionen Dollar und einem Anteil von 55,2 Prozent mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes aus und wuchsen gegenüber dem Vorjahr um 9,8 Prozent. Der Konsum von Latin Music über frei zugängliche Streamingangebote ging dagegen leicht um 2,4 Prozent auf 357,2 Millionen Dollar zurück. Der gesamte Streamingumsatz des Segments stieg um 4,6 Prozent auf 991,9 Millionen Dollar.
Downloads legten trotz eines kleinen Volumens auf 6,3 Millionen Dollar zu, während das physische Geschäft einen Rückgang von 28,1 Prozent auf 7,8 Millionen Dollar verbucht. Vinyl verzeichnete einen Rückgang um 18,7 Prozent auf 7,4 Millionen Dollar.
Die Angaben der RIAA setzten neuerdings auf Großhandelsdaten – basierend darauf, was Labels tatsächlich einnehmen, anstatt auf geschätzten Verkaufspreisen –, um sich an globale Standards anzupassen.
„Es ist großartig zu sehen, wie neue Generationen die Klänge entdecken und weiterentwickeln, mit denen ich in Miami aufgewachsen bin, wie sie die Musik an neue Orte bringen und Barrieren zwischen Formaten, Diensten, Genres und Stilen überwinden“, findet Rafael Fernandez Jr., Senior Vice President Of State Public Policy & Latin Music bei der RIAA. Er sehe in den Zahlen einen Beleg für die anhaltende Stärke des Genres: Steigende globale Reichweite, neue Verbindungen zwischen Artists und Fans sowie innovative Partnerschaften der Labels trieben das Wachstum voran.
Matt Bass, Vice President Of Research And Gold & Platinum Operations RIAA, verweist ergänzend auf die Rolle des Streamings, das mit einem breiten Angebot von etablierten Ikonen bis zu neuen Stars ein zeitlich und örtlich unbegrenztes Hören ermögliche und die Grundlage für weiteres Wachstum bilde. Und: „Mit dem technologischen Fortschritt finden die Labels immer neue Wege zum Hören, Kreieren und Interagieren – und erweitern so die Grenzen des Möglichen und des Wachstums für lateinamerikanische Musik.“
Die Ergebnisse des Latin-Segments fügen sich in das Aufwärts im US-Musikmarkt ein, der im Jahr 2025 insgesamt um 3,1 Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar Großhandelsumsatz zulegte. Paid Subscriptions bildeten mit einem Wachstum von 6,8 Prozent auf 5,881 Milliarden Dollar den stärksten Wachstumstreiber, während Vinyl im 19. Wachstumsjahr in Folge erstmals die Milliardenmarke überschritt.




