Seit Kurzem bietet die interaktive Webradio-Plattform Last.fm einen Konzertservice im Internet an. Das Online-Eventsystem ermöglicht es dem Nutzer, passende Konzerte bezüglich seines Musikgeschmacks und der Entfernung zum Aufenthaltsort zu finden. Die musikalischen Vorlieben des Users ermittelt der Dienst dabei anhand dessen Songauswahl auf Last.fm. Mittlerweile sind über 200.000 Events auf Last.fm gespeichert. Dabei stammen lediglich 20 Prozent der Daten von kommerziellen Anbietern. Der Rest wurde von den Last.fm-Nutzern generiert.
Ab sofort können nun auch Besucher der deutschen Webseite die Eventsuche nutzen und somit Daten zu Konzerten und Festivals in jeder Region weltweit finden. Auf den jeweiligen Profilseiten können auf einen Blick alle anstehenden Events in einer Stadt oder an einem Veranstaltungsort angesehen werden. Nutzer, die das Konzert Ihrer Wahl ausfindig gemacht haben, können über Last.fm sehen, welche Nutzer ebenfalls dorthin gehen, und sich diesen anschließen.
Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, Fotos des besuchten Konzerts auf die Seite des Internetdienstes „Flickr“ hochzuladen und mithilfe von Tags auf der jeweiligen Eventseite bei Last.fm anzuzeigen. Laut Last.fm sollen nicht nur Musikfans von dem neuen Event-System profitieren – sie erhalten schnell und gezielt personalisierte Konzertempfehlungen – sondern auch Bands, Labels und Konzertveranstalter, denen damit ein effektives Promotion-Instrument zur Verfügung steht.
Das sieht wohl auch der US-Medienkonzern Viacom so, deren Vertreter derzeit in London um eine Übernahme von Last.fm verhandeln. Angeblich will die MTV-Mutter bis zu 450 Millionen Dollar für das Portal ausgeben.





