Recorded & Publishing

Larsen widerspricht Renner und will Universal besser machen

Der Chairman & CEO von Universal Music International widerspricht seinem scheidenden Deutschland-Chef: Der Major werde auch weiterhin nationales Repertoire entwickeln. Im Exklusivinterview mit musikwoche kündigt Jorgen Larsen zudem neue Strukturen für Universal an.

Der Chairman & CEO von Universal Music International widerspricht seinem scheidenden Deutschland-Chef: Der Major werde auch weiterhin nationales Repertoire entwickeln. Im Exklusivinterview mit musikwoche kündigt Jorgen Larsen zudem neue Strukturen für Universal an. Im Medienecho auf Tim Renners Abschied habe es „viel Fehlinformation“ gegeben, so Larsen. Die internationale Zentrale werde in der Berliner Niederlassung keineswegs an der Entwicklung deutscher Acts sparen. Universal sei ja gerade deshalb fast überall auf der Welt stark, weil das Unternehmen besonders aktiv in den jeweiligen nationalen Märkten agiere. „Es wäre dumm, wenn wir plötzlich alle nationalen Bemühungen einstellen würden.“ Er erwarte jedoch, dass künftig ein gewisser Prozentsatz der Signings sich auch am Markt behauptet, sagte Larsen. Zuletzt habe diese Bilanz zu wünschen übrig gelassen. „Wir werden vielleicht andere Kriterien anwenden müssen, weil die Zeiten einfach schwieriger geworden sind.“ In den nächsten Wochen will sich Larsen persönlich um die Leitung in Berlin kümmern und dabei „mit einer gewissen Arbeitsdisziplin“ neue Organisationsstrukturen schaffen. Mehr Transparenz werde „die Arbeit für alle einfacher“ machen. Zudem will Larsen möglichst schnell einen Nachfolger für Renner finden, wobei noch unklar ist, ob der aus den eigenen Reihen kommen wird. Keinen Handlungsbedarf sieht Larsen bei Koch Universal: „Die haben ein stabiles Marktsegment mit unglaublichen Erfolgen.“ Auch am Standort München werde nicht gerüttelt.

Den Wortlaut des Interviews lesen Sie morgen in musikwoche, Heft 5, und unter .

Mehr zum Thema (15.01.04) (16.01.04)