Vor einem Monat sorgte das für Nutzer kostenlose Geschäftsmodell von Lala.com noch für ein gehöriges Rauschen im internationalen Blätterwald. Nun muss die kalifornische Firma kleinlaut zurückrudern – angeblich wegen mangelnder Serverkapazitäten.
Lala bietet seinen Nutzern Musikstreams in voller Länge und als 30-Sekünder. Ganze Songs konnte Lala bisher dank individueller Lizenzabkommen von Warner Music und einer Reihe unabhängiger Labels streamen. Doch seit einigen Tagen ist dies auf der Website der Firma nicht mehr möglich. Nach Angaben von Lala liegt dies an der enorm starken Nutzernachfrage, mit der die Server des Portals überfordert seien. Außerdem hätten sich zahlreiche Labels gemeldet, die ebenfalls in den Dienst aufgenommen werden wollten. Um einem völligen Kollaps des Systems vorzubeugen, beschränke man sich derzeit auf die Übertragung von 30-Sekündern.
In absehbarer Zeit soll der Service wieder vollumfänglich verfügbar sein. Auf Lala.com sind die Streams kostenlos, weil die Firma die Rechnung dafür übernimmt. Welche Tantiemensätze Lala dafür mit den Rechteinhabern ausgehandelt hat, ist nicht bekannt. Abodienste wie Real Rhapsody zahlen zwischen sechs und acht Dollar pro Nutzer im Monat an die Rechteinhaber und refinanzieren sich durch Abogebühren. Lala indes verzichtet auf diese Einkommensquelle und will sein Geschäft mit dem Verkauf von Musik machen. Die Hoffnung der Macher: Je mehr Musik Nutzer hören, desto mehr wollen sie letztlich auch besitzen. Bei Lala können sie CDs bestellen und demnächst auch Albumdownloads kaufen.





