Recorded & Publishing

Lack will A&R-Investitionen verdoppeln

Bei Sony BMG rechnet man frühestens im Jahr 2006 wieder mit einem ernst zu nehmenden Aufschwung im Musikgeschäft. Dabei setzt Chairman Andrew Lack seine Hoffnungen nicht allein aufs digitale Geschäft. Er will das bei der Fusion eingesparte Geld in Newcomer investieren.

Bei Sony BMG rechnet man frühestens im Jahr 2006 wieder mit einem ernst zu nehmenden Aufschwung im Musikgeschäft. Dabei setzt Chairman Andrew Lack seine Hoffnungen nicht allein aufs digitale Geschäft. Er will einen Großteil des bei der Fusion von Sony Music und BMG eingesparten Geldes in die Förderung von Newcomern investieren. Die Erfolge werde man zwar noch nicht gleich nach dem ersten Jahr der Fusion erkennen, doch langfristig führe kein Weg am Aufbau neuer Talente vorbei, verriet Lack der „Financial Times“.

Die Mitarbeiter von Sony Music hätten am Beispiel der BMG-Kollegen sehen können, wie man seine Topstars international vermarktet. Nun sollen die musikalischen Bertelsmänner erfahren, was man bei Sony Music unter aktivem A&R versteht. Aber Lack warnte davor, schon zu früh den Aufschwung und die Trendwende auszurufen. Es werde eher ein langer Weg bis zur Markterholung. Zudem dämpfte er die Hoffnungen vieler Kollegen im Bezug auf den Digitalvertrieb. Verkäufe über digitale Plattformen seien nicht unbedingt immer zusätzliche Umsätze, sondern oft Musikkäufe, die anstelle eines physischen Produkts getätigt werden. Insofern sieht Lack auch Potenzial in der DualDisc, die die Vorzüge von CD und DVD auf einer Scheibe vereint.