Recorded & Publishing

Labels fordern: Album-Downloads in die Charts

Über den digitalen Vertriebsweg abgesetzte Alben finden – im Gegensatz zu Singles – keine Berücksichtigung in den Charts. Nach dem Willen vieler Labels soll sich das aber möglichst bald ändern.

Gerade für viele kleinere Plattenfirmen nimmt der Stellenwert von Internetverkäufen immer weiter zu. Die über den digitalen Vertriebsweg abgesetzten Alben finden aber – im Gegensatz zu Singles – keine Berücksichtigung in den Charts. Nach dem Willen vieler Labels soll sich das aber möglichst bald ändern.

Ein Mitglied des Chartsausschusses der Phonoindustrie verriet dem „Spiegel“, dass an der Integration der Album-Downloads gearbeitet werde. Allerdings sei die Zählung wesentlich komplexer und aufwendiger als bei den Singles. Von einem Einbezug profitieren würden gerade auch deutsche Acts wie die bei Ministry of Sound unter Vertrag stehende Band Klee oder Four Music-Artist Joy Denalane, deren Alben beispielsweise in den Downloadcharts von iTunes teils besser abschnitten als in den MusikWoche Top100 Longplay.

Bei Four Music geht man fest davon aus, mit der Berücksichtigung von digitalen Albumverkäufen bessere Chartsnotierungen erreichen zu können. Insgesamt beträgt der Anteil von Downloads an den Albumverkäufen branchenweit etwa fünf Prozent. Die Zahl der im Downloadgeschäft verkauften Maxis und Alben hat sich allerdings nach Angaben von Media Control im ersten Quartal 2006 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast verdoppelt.

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