Recorded & Publishing

Labels drohen Digitalradios Streit an

Den amerikanischen Satellitenradiobetreibern droht Streit mit den Plattenfirmen. Weil die demnächst erhältlichen neuen Empfangsgeräte die Programme von XM und Sirius nicht nur empfangen, sondern auch aufzeichnen können, droht eine Klage der RIAA wegen Urheberrechtsverletzung.

Den amerikanischen Satellitenradiobetreibern droht Streit mit den Plattenfirmen. Weil die demnächst erhältlichen neuen Empfangsgeräte die Programme von XM und Sirius nicht nur empfangen, sondern auch aufzeichnen können, droht eine Klage der RIAA wegen Urheberrechtsverletzung. Nach Ansicht der Labels erhielten Kunden der Digitalfunker durch die Funktionalität der neuen Geräte eine dauerhafte Kopie von urheberrechtlich geschütztem Material, für das sie nicht bezahlt hätten.

XM hatte im Juli eine Kooperation mit dem Hardwarehersteller Samsung und dem Downloadhändler Napster bekannt gemacht, die ab Herbst in die Tat umgesetzt werden soll. XM-Kunden mit Samsung-Empfänger können dann die digitalen Programme aufzeichnen, zudem können sie damit bei Napster einkaufen und die Titel auf ihr Radiogerät übertragen. Mitbewerber Sirius präsentierte vier Wochen später ein ähnliches Gerät.

Die RIAA hat nach Informationen der „New York Post“ über Modifikationen dieser Systeme verhandelt. Die Mitgliedsfirmen fürchten um Umsätze in den Downloadshops: „Warum sollte noch jemand bei Napster kaufen, wenn er es bei XM umsonst bekommt“, zitiert die „Post“ einen ungenannten Branchenvertreter. Auf höchster Firmenebene sei man bereit, den Streit vor Gericht zu bringen, sollten XM und Sirius ihre Angebote nicht den Wünschen der Rechteinhaber anpassen.

Mehr zum Thema