Recorded & Publishing

Label-Commission hat viel vor im Sommer

Knapp ein halbes Jahr nach der Gründung der Label-Commission Berlin hat der lockere Zusammenschluss Berliner Independent-Labels neben einer rapide gewachsenen Mitgliederzahl ehrgeizige Projekte für die kommenden Monate vorgestellt.

Derzeit umfasst die Mitgliederliste von A wie Audio Cue bis W wie WMF Entertainment 46 Firmen aus dem Musikbereich, mit an Bord sind auch größere Berliner Indies wie City Slang, Sanctuary, Low Spirit, V2, !K7 oder Mute. Die Gründung der Label-Commission ging auf eine Initiative des Verbands unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten (VUT) zurück, der damit kleinen und mittleren Labels bei der Vernetzung und gegenseitigen Hilfestellung unterstützen will. Infoveranstaltungen und Stammtische in den vergangenen Wochen machten den Anfang der Arbeit der Label-Commission aus, jetzt geht es an konkrete Projekte. So will die Labelvereinigung beispielsweise mithelfen, einen unabhängigen Radiosender in Berlin an den Start zu bringen. Im Rahmen der Gründungs- und Unternehmermesse in Berlin hatten verschiedene Labels bereits zeitlich begrenzte Sendeplätze zugeteilt bekommen, jetzt soll mit der Unterstützung und Lobbyarbeit der Label-Commission ein richtiger Sender daraus werden.

Von dem kommenden Sender verspricht sich Raik Hölzel, Inhaber/A&R von Kitty-Yo und Mitglied im Vorstand der Label-Commission, eine ideale Plattform für die musikalischen Themen der Independent-Firmen. Zweites Projekt ist der soeben erfolgte Launch einer gemeinsamen Homepage. Unter der Adresse www.labcom-berlin.net finden sich Profile aller Mitglieder, News und Informationen über die Projekte. Die Website soll zudem künftig als Plattform für internationale Kontakte dienen. Drittes Projekt ist laut Hölzel die Etablierung einer Weiterbildungs-Reihe in Zusammenarbeit mit dem Erich Pommer Institut in Potsdam. Die ersten Monate der Label-Commission beurteilt Hölzel positiv: „So eine Einrichtung hätte ich mir vor zehn Jahren gewünscht, sie ist immer wieder ein Ansporn, an einer lebendigeren Szene in Berlin zu arbeiten“, kommentiert der Kitty-Yo-Chef.